Geldanlage – Meine Investment-Karriere

Geldanlage – Meine Investment-Karriere

Nachdem ich auf dem Blog einen kleinen Einstieg in die Themen rund um den Vermögensaufbau gegeben habe, möchte ich ein wenig auf meine persönliche Investment-Karriere eingehen. Wie bereits erwähnt, beschäftige ich mich privat seit rund 10 Jahren mit dem Thema Geldanlage. Zunächst eher sporadisch, in den letzten Jahren intensiver.

Wie alles begann

Mit dem Beginn meiner beruflichen Laufbahn und den ersten gesparten Euros wurde ich natürlich auch interessant für die Bankberatung. Wie es sich damals genau zutrug, vermag ich gar nicht mehr zu sagen. Jedenfalls begann meine Investment-Karriere klassisch mit von der Bank empfohlenen Fonds. Anlageziel und -horizont, Anlageerfahrung, Depotrisikoklasse etc. Ein Kaffee zum Gespräch, etwas Bauchpinseln, vom feinsten. Die meisten werden es kennen.

Im Ergebnis investierte ich regelmäßig per Sparplan in aktiv gemanagte Fonds. Konkret in einen Aktienfonds Euroland und einen Rentenfond Euroland. An sich ja kein schlechter Weg, immerhin sparte ich regelmäßig und legte gewinnbringend an. Natürlich hielt die Bankenbranche bei Ausgabeaufschlägen und Verwaltungsgebühren stets die Hand auf. Soll sie von mir aus ja auch, insofern das Ergebnis stimmt.

Hinzu kamen im Laufe der Jahre Anteile an Immobilien- und Rohstofffonds sowie anderen Renten- und Aktienfonds als Portfolioergänzungen. Einige Positionen wurden auch wieder bereinigt. Der Sparplan lief konstant weiter. Das Ganze ging so weiter bis Ende 2011.

Nun erinnert sich sicher der ein oder andere, dass die Jahre 2007/2008 und 2010/2011 nicht gerade die anlegerfreundlichsten seit Menschengedenken waren. Auch mein Depot entwickelte sich nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Die Hinweise der Bankberatung, wir sollten doch vielleicht mal einen Fonds durch einen anderen austauschen, irritierten mich eher. Irgendwie hatte ich den alten Spruch vom „hin und her macht Tasche leer“ im Hinterkopf. Außerdem hatten wir doch anfangs einen Anlagehorizont festgelegt. Mir schien es kurios diesen nun zu ignorieren und kurzfristig umschichten zu wollen.

Gut, es waren insgesamt schwierige Marktphasen. Vielleicht einfach nur ungünstig gelaufen für die Bankberatung (bzw. letztendlich für mich). Jedenfalls entwickelte sich bei mir aus den teils roten Zahlen ein gewisser Antrieb mich stärker selber in die Materie zu vertiefen.

Ein Umdenken setzt ein

Es war so um die Jahre 2011/2012 als ETFs (Exchange Traded Funds) populärer wurden. Zumindest erschienen sie auf meinem Radar. Keine Ausgabeaufschläge, überschaubare Gebühren. Das interessierte mich. Außerdem hatten die aktiven Fonds ja nun über ein paar Jahre gezeigt, dass sie nicht gerade „über-performen“. Okay, vielleicht ein etwas unfaires Urteil, schließlich lief auch der Gesamtmarkt nicht gut. Aber sind wir ehrlich: ganz frei von Subjektivität ist man niemals.

Bei mir führten die Erfahrungen meiner ersten Anlegerjahre dazu, dass ich im Jahr 2012 meine Sparpläne in die aktiv gemanagten Fonds stoppte. Gleichzeitig begann ich, meinen eigenen Sparplan umzusetzen. Monatlich kaufte ich Anteile an einem globalen Dividenden-ETF. Immer im gleichen Wertumfang. D. h. die gekauften Anteile schwankten mit dem Kurs des ETF. Dieses Prozedere setzte ich kontinuierlich bis 2014 fort, so dass die Position des Dividenden-ETF einen zunehmend größeren Anteil meines Gesamtportfolios ausmachte. Der ETF und die Ausschüttungen daraus entwickelten sich zu meiner Zufriedenheit. Natürlich war ich nicht schlauer als alle anderen. Diese Jahre stellten einfach eine gute Marktphase mit insgesamt sehr positiven Entwicklungen an den Aktienmärkten dar.

Wie investiere ich momentan?

Was mich mit der stetig anwachsenden Position des Dividenden-ETF umtrieb, war die Frage nach der Diversifikation. Schließlich bildet der ETF nur die Entwicklung einer begrenzten Anzahl von Dividendenaktien nach. Was würde wohl im Falle eines Börsencrashs geschehen? Und überhaupt, alles auf eine Fondsgesellschaft setzen? Was sollte ich also tun?

Nun zunächst reduzierte ich meinen „Sparplan“ in den Dividenden-ETF und investierte einige Monate parallel in einen ETF der auf dem MSCI World aufsetzt. Schon einmal deutlich breiter aufgestellt, aber so richtig zufrieden war ich noch nicht.

Beim Stöbern zum Thema fiel mir das Buch von Gerd Kommer „Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs“ in die Hände. Ein aus meiner Sicht sehr schlüssiges und angenehm geschriebenes Buch. Etwas ausführlicher gehe ich auf dieses sicher an späterer Stelle noch ein. Soviel vorweg: Kommer empfiehlt dem geneigten Leser die Geldanlage in ein Weltportfolio aus ETFs. Entsprechend der eigenen Risikoneigung wird dabei ein festgelegtes Verhältnis von Renten- und Aktien-ETFs angestrebt. Das schien mir ein gangbarer und sinnvoller Weg zu sein und so beschloss ich Anfang 2016 mit dem Aufbau meines Weltportfolios zu starten. Wie ich dabei konkret vorgegangen bin bzw. derzeit noch verfahre, wird ein folgender Artikel aufzeigen.

Und wo soll die Reise hingehen?

Mein aktueller Anlageplan wird noch bis Mitte 2017 andauern. Es ist also höchste Zeit, sich über einen neuen Plan Gedanken zu machen. Wie investiere ich ab Juli 2017? Will ich das Weltportfolio kontinuierlich vergrößern? Das wäre natürlich ein naheliegender Weg und wird eventuell auch so kommen, wenn sich kein anderer Plan findet.

Allerdings fasziniert mich irgendwie auch der Gedanke, ein Portfolio aus Einzelwerten aufzubauen. Zumindest werde ich mich in den kommenden Wochen verstärkt mit diesem Thema auseinandersetzen. Zahlreiche Fragen gibt es rund um dieses Thema zu beleuchten. Mehr dazu werdet ihr bald auf Reich mit Kopf lesen.

Bis dahin: Welche Erfahrungen habt ihr in eurer persönlichen Investitions-Karriere gemacht? Aktive oder passive Fonds? Wenige breite oder viele gebündelte Fonds? Fonds oder Einzelwerte? Was bevorzugt ihr?

3 Gedanken zu “Geldanlage – Meine Investment-Karriere

    • Vielen Dank für das Lob. Liest man immer gern.

      Anteile an den „alten“ aktiven Fonds habe ich nach wie vor im Portfolio. Die ganze Entwicklung ist ja ein Lernprozess, den ich immer noch durchlaufe. Perspektivisch werde ich die Mittel aber wohl umschichten.

      Viele Grüße,
      Mathias

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